


“Dramatischer Fluchtversuch aus der BRD
Am 29. Oktober ereignete sich, 22 Jahre nach dem Mauerfall, der vorerst letzte Fluchtversuch an der innerdeutschen Grenze.
Gegen 22 Uhr durchbrach ein BMW-Fahrer alle Grenz- und Signalanlagen der Bundesrepublik Deutschland, um sich an der Kreuzung Benauer-/Brunnenstasse seinen Weg in die Neue Deutsche Republik zu bahnen. Mit voller Wucht prallte der BMW auf die Mauer und der Fluchtversuch nahm dort sein jähes Ende. Es war die erste Bewährungsprobe für den erst kürzlich verstärkten anti-sozialen Schutzwall, mit dem die BRD die zunehmende Abwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften eindämmen will. Von Bankenkrise und Eurorettungen desillusioniert, kehren viele Bürger dem Land den Rücken zu und fliehen aus dem überschuldeten und perspektivlosen Land.
Als der Fahrer des BMW nach seinen Fluchtmotiven befragt wurde, antwortete er, er habe nach dem letzten EU-Gipfel entgültig die Nase voll von den Politikern der BRD, die so häufig ihre Meinung ändern wie manch einer sein Hemd.
In der Neuen Deutschen Republik wurde der Flüchtling mit einem Begrüßungsgeld von 100 Republik Mark empfangen. (im)”

gesehen und gelesen an der Ecke Benauer-/Brunnenstrasse
2011-10-31

© OpenStreetMap
Will man von der Auguststrasse zur Reinhardtstrasse oder zum Bahnhof Friedrichstrasse spazieren oder mit dem Rad fahren, konnte man entspannt und ohne Verkehrsstress über den kleinen Weg zwischen Oranienburger Strasse und Johannisstrasse, zwischen Tachelesfreigelände und Parkplatz.
Der Weg hat sogar seit 2003 einen Namen und ein Straßenschild: Helga-Hahnemann-Strasse.


Seit den Räumungen am Tachelesfreigelände ist die Verbindung aber durch einen Bauzaun verschlossen und es bleibt jetzt nur der Weg über den Parkplatz,


was seit kurzen durch ein Schild untersagt, oder über das Nadelöhr am U-Bahnhof Oranienburger Tor.


Gebaut wird hier die nächste Zeit ganz bestimmt nicht.
Darum: Öffnet die Helga-Hahnemann-Strasse !

siehe auch: Sperrung der Helga-Hahnemann-Strasse
2011-10-25


Wer Freude an WORT-Bildern hat sollte sich noch bis 29. Oktober die Ausstellung “CROSSWORDS - Eine Wort-Kunst-Ausstellung” mit Arbeiten von 39 Künstlern ansehen.


Galerie Jordan/Seydoux,
Auguststraße 22
Dienstag bis Samstag 12 - 18 Uhr
http://jordan-seydoux.com/Galerie-Berlin/exhibitions.html
2011-10-20

Durch den Verkauf der öffentlichen Boden- und Immobilienbestände in den letzten 20 Jahren überläßt die “öffentliche Hand” die Gestaltung von Stadt nur noch profitorientierten Privateigentümern, und die entwickeln alle nach dem gleichen Muster: Hotel und Shopping, Büros, Gastronomie und Luxuswohnungen.
Die Gebäude in dem Gebiet zwischen Monbijou-, Tucholsky-, Oranienburger Straße und Spree, über 100 Jahre in öffentlichen Besitz, gleichzeitig von hoher kunsthistorischer Bedeutung, sollen nun ein “exklusives neues Stadtviertel” werden.

Bereits 2001 erwarb die Freiberger Holding, mit Sitz im bayerischen Amerang, den nördlichen Teil des Areals zwischen Ziegelstraße und Oranienburger Straße, ein Gebäudekomplex, bis 1945 Haupttelegrafenamt (HTA) von Berlin, in der DDR-Zeit von der Deutschen Post als Fernmeldeamt und anschließend bis 1998 von der Deutschen Telekom genutzt.



2007 kauften sie die Gebäude im südlichen Teil am Ufer der Spree vom Berliner Liegenschaftsfonds, der im Auftrag der Universitätsklinik Charité ein Bieterverfahren durchführte. Bis Ende 2010 konnte die Humboldt-Universität die Gebäude noch nutzen.



Unter dem etwas anmaßenden Titel „Forum Museumsinsel“ sollen jetzt bis 2014 rund 110.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche ausgebaut und dann vermietet werden.
Darunter sind das älteste Logenhaus Berlins (1789–1791), die von Martin Gropius entworfene Charité-Frauenklinik (1879–1883) das Haupttelegrafenamt (1910–1916) sowie die ebenfalls einst zur Charité gehörenden Häuser Monbijou (1902–1906) und Ida Simon (1908–1910), das Fernsprechamt (1925–1927), sowie die im strengen Bauhaus-Stil errichtete neue Charité-Frauenklinik (1929–1932).

„Wir wollen zwar viel verändern – dabei werden wir jedoch mit den Baudenkmalen äußerst verantwortungsvoll und behutsam umgehen“, versprach der Investor Ernst Freiberger.
2011-10-13
… schuld sind die faulen Griechen …
Fassadeninstallation des KuLe e.V., Auguststrasse 10, und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Von Martha Rosler in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Comiczeichner Josh Neufeld.
2011-10-06
